Dein Atem ist systemrelevant

Dein Atem ist systemrelevant

Ruhe und Entspannung

So wirkt sich dein Atem auf dein körperliches und geistiges Wohlbefinden aus.

Solange ich heute am Rechner saß, habe ich so gut wie gar nicht auf meinen Atem geachtet. Höchste Zeit, mir eine kleine Pause zu gönnen. Ich gehe an das geöffnete Fenster und genieße das bunte Spektakel des Sonnenunterganges. Während sich der Himmel von orange bis pink einfärbt, beginne ich tiefer und bewusster zu atmen. Spätestens jetzt spüre ich ganz intensiv, was mir gefehlt hat. Dieser erste tiefe, bewusste Atemzug bringt meinen Körper dazu aufzuatmen und ich fühle, wie mein Kopf klarer wird.

Jeder der etwa 25.000 Atemzüge pro Tag beeinflusst, wie gut wir auf allen Ebenen unseres Körpers und Geistes funktionieren. Dennoch atmen die meisten von uns nicht optimal: Häufig atmen wir zu schnell, d.h. mehr als 10 Atemzüge pro Minute. Wir atmen vorherrschend in den Brustkorb und die obere Brust. Die Schultern bewegen sich sichtbar beim Atmen. Wir atmen tagsüber oder nachts regelmäßig durch den Mund oder halten häufig den Atem unbewusst an. All das ist äußerst ungünstig und beeinträchtigt unsere körperliche und mentale Funktionsfähigkeit.

Ungünstig auf unsere Atmung wirken sich auch Stress, Verspannungen, Entzündungen etc. aus:

STRESS: Dauerhafte Überlastung verändert unsere Atmung und ein suboptimaler Atem führt zu Stress.

ENTZÜNDUNG: Eine schlechte Atmung verengt die Blutgefäße und verringert den Sauerstoffgehalt in unseren Zellen. Das erhöht die Entzündungsbereitschaft und kann Schmerzen, Verletzungen, Degeneration und Krankheiten verursachen.

PHYSIKALISCHE SCHMERZEN: Schlechte Atmung führt zu Muskelverspannungen und Haltungsstörungen, die gemeinsam die Verspannungen verstärken und zu Schmerzen und Beschwerden unseres Körpers führen können.

EMOTIONALES UNGLEICHGEWICHT: Körperliche Anspannung führt zu einem flachen Atem. Wir fühlen uns unausgeglichen, unruhig und angespannt.

PSYCHE: Unser Gehirn braucht Sauerstoff, um gut zu funktionieren. Eine ungünstige Atemqualität führt zu Konzentrationsstörungen, negativen Gedanken oder Stimmungsschwankungen.

ENERGIEVERLUST: Ein flacher Atmen verbraucht mehr Energie und verringert die Menge an Sauerstoff, die in unsere Zellen gelangt. Die Folge: Unser Energieniveau sinkt. Wir fühlen uns müde und erschöpfen schneller.

HOHER BLUTDRUCK: Ein flacher, schneller Atem wirkt sich auch auf unser Herz-Kreislauf-System aus. Wenn sich die Blutgefäße zusammenziehen und die Herzfrequenz steigt, kann das das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.

Es kostet uns nichts, unserem Atem einen größeren Stellenwert zu geben.
Dein Atem ist für deine Gesundheit relevant.
Also: Warum nicht JETZT sofort eine Pause machen, aufstehen, das Fenster öffnen und den Atem vertiefen?
Versuche doch mal in einer Minute maximal sieben tiefe Atemzüge zu genießen und erlebe die beruhigende Eigenschaft deines Atems. Ein langer, tiefer Atem ist Regeneration für den ganzen Körper auf allen Ebenen.

Wenn du eine Anleitung benötigst, dann höre dir meine kleine Atemmeditation an.

„Jeder Atemzug ist eine Perle von unschätzbarem Wert. Sei deshalb aufmerksam und hüte jeden Atemzug gut. Die Atemzüge sind gezählt.“ Sufi-Weisheit

 

 

 

Bildquelle: IStock: Slow-living-concept.-Inspiration-motivation-quote-Be-here-now.-618868788